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Das große Problem mit den kleinen Plastik-Trinkhalmen

Posted Anatoli Teichrib on May 31, 2018

Wann hast du zuletzt Einwegplastik genutzt? Wahrscheinlich ist das gar nicht so lange her wie du denkst oder hoffst. Fakt ist: Jeder von uns ist mit Einwegplastik groß geworden. Sei es der Plastikteller auf der Geburtstagsfeier oder der angespitzte Plastik-Trinkhalm im Trinkpäckchen: Einwegplastik ist so praktisch! Einmal auspacken, benutzen und ab in die Mülltonne. Aus den Augen aus dem Sinn – leider mit dramatischen Folgen für die Umwelt.

 40 Milliarden Plastikhalme pro Jahr

Und das ist nicht der weltweite Verbrauch an Strohhalmen. Alleine in Deutschland sind weit über 100.000.000 Trinkhalme pro Tag im Einsatz! Eine Wahnsinns-Zahl, oder?

Die "gute" Nachricht: Im internationalen Vergleich schneiden wir beim Strohhalm-Verbrauch noch ziemlich gut ab. In den USA ist der Bedarf an Wegwerf-Strohhalmen zum Beispiel fünfmal so hoch wie bei uns. Aber halt dich fest: Die USA gehört dennoch nicht zu den Top 5 Ländern in dieser Statistik.

Asiatische Länder auf den Spitzenrängen

Den höchsten Verbrauch an Plastik-Trinkhalmen haben asiatische Länder. Allen voran: China, Thailand und Indonesien. Das lässt sich leicht erklären: Diese Länder haben in den vergangenen Jahren einen steilen Wirtschaftswachstum hingelegt. Und mit dem Wohlstand steigt der Konsum. Die Folge? Mehr Müll, mehr Plastik und noch mehr Strapazen für Mutter Erde.

Plastik-Trinkhalme zerstören die Umwelt

Vor allem unsere Meere leiden. Jedes Jahr sterben Hunderttausende Meeressäuger und Millionen Meeresvögel durch unseren Plastikmüll. 300 Millionen Tonnen Plastik sind heute Teil unserer Weltmeere.

Diese Zahl wächst jährlich um viele Millionen Tonnen. Das große Problem? Die Natur kann Plastik nicht einfach abbauen. Selbst wenn dein Plastikstrohhalm in 300 bis 500 Jahren von Umwelteinflüssen zersetzt wurde, ist er nicht weg – sondern nur so klein, dass du ihn nicht mehr sehen kannst. Dann spricht man von Mikroplastik. Ändern wir nichts an unserem Konsumverhalten, schwimmen im Jahr 2050 mehr Plastikteile als Fische in den Meeren dieser Erde. Viel Spaß beim Baden!

Die EU sagt Einwegplastik den Kampf an

Endlich! In einem ersten Schritt sollen die zehn Plastikartikel verboten werden, die am häufigsten an Stränden angeschwemmt werden. Neben den Plastik-Trinkhalmen sind das zum Beispiel Luftballonhalter, Plastikteller, Plastikbesteck oder die kleinen Rührstäbchen für den Coffee-to-go.

Und du? Nutze umweltfreundliche Alternativen!

Doli Trinkhalme aus Glas mit Infused Water

Auch du kannst etwas für unsere Umwelt tun und bewusst auf Plastik-Trinkhalme oder Einwegplastik verzichten. Im Idealfall schon bevor die EU-Richtlinien es verbieten. Hier sind 4 mögliche Alternativen zum Plastik-Trinkhalm:

  • Trinkhalm aus Metall

Ein Trinkhalm aus Edelstahl ist nicht nur langlebig und kann somit immer wieder benutzt werden. 

Wenn du die sterile Optik des Edelstahls nicht magst, kannst du zum hygienischen und spülmaschinenfesten Strohhalm aus Glas greifen. Diese sind nicht nur ein Hingucker in jedem Getränk, sondern auch geschmacksneutral und für heiße und kalte Getränke geeignet.  

  • Trinkhalm aus Bambus

Ein Trinkhalm aus einem schnell wachsenden und biologisch abbaubaren Rohstoff? Genau das bietet dir ein Bambus-Trinkhalm! Außerdem sind Trinkhalme aus Bambus besonders leicht.

  • Essbare Trinkhalme

Die biologische Variante mit Recycling-Faktor besteht aus Resten, die bei der Herstellung von Apfelsaft abfallen. Löst sich in weniger als 45 Minuten auf. Deshalb musst du nach Gebrauch für Nachschub sorgen.

Dein Beitrag zum Umweltschutz

Egal für welche Alternative du dich entscheidest: Auch wenn ein biologisch abbaubarer und nachhaltiger Trinkhalm nur ein kleiner Teil des riesigen Müllbergs ist – deine Umwelt wird es dir danken! Es mag für dich ein kleiner Schritt sein, aber es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Ein Schritt auf dem Weg zu einem plastikfreien und umweltbewussten Leben.

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